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Kältemittel Druck-Temperatur-Tabelle

Kältemittel Druck-Temperatur-Tabelle

Luftgekühlter Kaltwassersatz neben einer Produktionshalle im Winter

Sättigungsdruck und Sättigungstemperatur für R410A, R32, R134a, R407C, R404A, R290, R744, R1234ze(E) und R513A von -40 bis +60 °C, mit Siede- und Taupunktwerten für Gemische und einer Hilfe für Überhitzung und Unterkühlung.

Druck-Temperatur-Abfrage

Drücke in bar Überdruck (Absolutdruck minus 1,013 bar). Berechnet mit CoolProp. Zwischen den Tabellenpunkten interpoliert das Werkzeug über den Logarithmus des Drucks.

So nutzen Sie die Tabelle

Wählen Sie das Kältemittel laut Typenschild und das, was Sie ermitteln möchten. Um zu prüfen, welchen Druck der Kreislauf bei einer bestimmten Verdampfungs- oder Verflüssigungstemperatur zeigen sollte, nutzen Sie die erste Option. Um einen Manometerwert in eine Sättigungstemperatur umzurechnen, nutzen Sie die zweite. Für Überhitzung und Unterkühlung geben Sie den Druck und die Rohrtemperatur ein, die Sie mit einem Anlegefühler an derselben Stelle gemessen haben. Unter dem Ergebnis erscheint die vollständige Sättigungstabelle des gewählten Kältemittels, die Zeile, die Ihrem Wert am nächsten liegt, ist hervorgehoben.

Alle Drücke sind Überdrücke in bar, so wie sie analoge und die meisten digitalen Monteurhilfen anzeigen. Der Absolutdruck ist der Überdruck plus 1,013 bar auf Meereshöhe. Die Daten wurden mit CoolProp, einer Open-Source-Bibliothek für thermophysikalische Stoffwerte, in Schritten von 1 K berechnet.

Siede- und Taupunkt bei Gemischen

Zeotrope Gemische wie R407C verdampfen nicht bei einer einzigen Temperatur. Bei einem bestimmten Druck beginnt die Flüssigkeit bei der Siedetemperatur zu sieden, und der letzte Tropfen verdampft bei der Tautemperatur. Die Differenz heißt Temperaturgleit, bei R407C beträgt er etwa 5 bis 7 K. Nahezu azeotrope Gemische wie R410A, R404A und R513A haben einen Gleit unter 1 K, die beiden Werte sind also fast gleich.

Für die Servicepraxis gilt eine einfache Regel:

  • Die Überhitzung wird aus der Tautemperatur berechnet, weil das Kältemittel am Verdampferaustritt dampfförmig ist.
  • Die Unterkühlung wird aus der Siedetemperatur berechnet, weil das Kältemittel am Verflüssigeraustritt flüssig ist.
  • Bei einem reinen Kältemittel wie R32, R134a, R290 oder R744 sind beide Werte gleich.

Kurztabelle

Sättigungsdrücke in bar Überdruck in Schritten von 10 K. Für Schritte von 5 K, Interpolation auf 1 K und die übrigen Kältemittel nutzen Sie das Werkzeug oben.

Temperatur (°C)R410A TaupunktR32R134aR407C SiedepunktR407C TaupunktR404A TaupunktR290
-400,740,76-0,500,19-0,160,300,10
-301,681,72-0,170,860,371,010,67
-202,983,040,311,791,131,991,43
-104,714,810,993,032,193,292,44
06,977,121,924,673,594,993,73
109,8410,063,136,755,447,145,35
2013,4213,734,709,367,799,837,35
3017,8218,266,6912,5810,7513,139,78
4023,1723,779,1516,4814,4017,1412,68
5029,6230,4012,1721,1518,8621,9516,12
6037,3438,3215,8026,6824,2727,7020,15
Schraubenverdichter eines wassergekühlten Kaltwassersatzes
Verschmutztes Verflüssigerregister eines luftgekühlten Chillers vor der Reinigung

Typische Werte bei Chillern

Bei einem Chiller, der Wasser mit 7 °C erzeugt, liegt die Verdampfungstemperatur mit einem sauberen Plattenwärmeübertrager meist 2 bis 5 K unter der Wasseraustrittstemperatur, bei einem überfluteten oder einem Rohrbündelverdampfer in schlechtem Zustand etwas mehr. Für R410A bedeutet das einen Saugdruck von etwa 7,3 bis 8,5 bar Überdruck. Ein luftgekühlter Verflüssiger verflüssigt meist 10 bis 18 K über der Außenlufttemperatur: Bei 30 °C außen liegt die Verflüssigungstemperatur einer intakten R410A-Anlage bei etwa 40 bis 48 °C, das sind 23 bis 28 bar Überdruck.

Die Überhitzung am Verdampferaustritt liegt je nach Ventiltyp und Herstellereinstellung meist bei 4 bis 10 K. Die Unterkühlung am Verflüssigeraustritt liegt meist bei 3 bis 8 K. Diese Bereiche sind ein Ausgangspunkt. Die Inbetriebnahmewerte der Anlage, sofern sie dokumentiert wurden, sind eine bessere Referenz.

Praktische Hinweise

  • Messen Sie die Rohrtemperatur mit einem Anlegefühler auf sauberem, blankem Kupfer und isolieren Sie den Fühler gegen die Umgebungsluft.
  • Vergleichen Sie die Anzeige des Reglers mit einem kalibrierten Manometer. Drucktransmitter driften, und ein Fehler von 0,5 bar entspricht bei niedrigen Drücken bereits mehreren Kelvin.
  • Bei CO2 (R744) liegt der kritische Punkt bei 31 °C. Darüber gibt es keine Verflüssigung und keine Sättigungstemperatur, die Unterkühlung hat im transkritischen Betrieb also keine Bedeutung.
  • Ein Messwert, der zu keinem plausiblen Sättigungszustand passt, kann auf nicht kondensierbare Gase oder ein falsches Kältemittel im Kreislauf hindeuten.

Deuten die Messwerte auf eine Störung hin, hilft Ihnen unsere Übersicht der Chiller Alarmcodes bei der Eingrenzung, und die Seite Chiller Reparatur erklärt, wie wir die Reparatur durchführen.

Häufige Fragen

Warum zeigt mein Manometer einen anderen Druck als die Tabelle?

Die Tabelle zeigt den Sättigungsdruck, der nur dort herrscht, wo Flüssigkeit und Dampf gleichzeitig vorliegen, etwa im Verdampfer oder Verflüssiger. Druckverluste in den Leitungen, ein Manometer ohne Temperaturkompensation oder ein driftender Drucktransmitter können einige Zehntel bar ausmachen. Große Abweichungen deuten auf ein Messproblem oder eine Störung hin.

Nehme ich bei R407C den Siede- oder den Taupunkt?

Nehmen Sie den Taupunkt für die Überhitzung am Verdampferaustritt und den Siedepunkt für die Unterkühlung am Verflüssigeraustritt. Wer den falschen Wert verwendet, macht einen Fehler in Höhe des Temperaturgleits, bei R407C also mehrere Kelvin.

Warum gibt es für R744 über 31 °C keinen Wert?

Das ist der kritische Punkt von Kohlendioxid. Darüber verflüssigt sich das Medium nicht, es gibt also keinen Sättigungsdruck. CO2-Anlagen laufen bei warmem Wetter transkritisch und werden über das Hochdruckventil geregelt.

Wie genau sind die Werte?

Die Daten stammen aus den Zustandsgleichungen in CoolProp und sind für die Arbeit vor Ort auf wenige Hundertstel bar genau. Zwischen den Datenpunkten im Abstand von 1 K interpoliert das Werkzeug über den Logarithmus des Drucks, was einen vernachlässigbaren Fehler ergibt.

Messwerte, die nicht zusammenpassen?

Wir diagnostizieren Chiller mit kalibrierten Messgeräten und erstellen einen schriftlichen Bericht mit allen gemessenen Werten.

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